Wir über uns
Geschichte und Aufgabe
Am 31. Januar 1957 wurde die heutige Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft e.V. (Wifö) als "Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Brauwissenschaft", gegründet. Ihr Ziel war es, die Forschungstätigkeit nach dem Krieg in Gang zu bringen und den wissenschaftlichen Ruf der deutschen Brauwirtschaft zu festigen. Heute ist die Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft bundesweit die größte Institution, die in der deutschen Brauwirtschaft Forschungsprojekte in breiterem Umfang und mit eigenen Mitteln fördert.
Die Wifö wird über die Beiträge der Mitgliedsbrauereien des Deutschen Brauer-Bundes, die gleichzeitig auch der Wifö angehören, finanziert. Die Forschungsvorhaben werden in Gremien abgestimmt, die ausschließlich mit Fachleuten aus Brauereien besetzt sind. Die Wifö legt dabei Wert auf eine Besetzung, die die Interessen aller Betriebsgrößen vertritt. Hierdurch kommen die Ergebnisse allen Brauereien zugute. Sie betreibt Forschung für die gesamte Branche, für Brauereien aller Größenordnungen und damit klassische industrielle Gemeinschaftsforschung.
Da die Wifö außerdem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke e.V." (AiF) (http://www.aif.de) ist, besteht hier eine weitere Förderungsmöglichkeit im Sinne der industriellen Gemeinschaftsforschung. Bei der AiF kann die Wifö Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für Projekte beantragen, deren Ergebnisse vor allem kleineren und mittelgroßen Unternehmen zugute kommen.
Daneben ist die Wifö seit Februar 1999 auch Mitglied beim Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI), Bonn (http://www.fei-bonn.de). Über den FEI kann die Wifö Themen bei der AiF bearbeiten lassen, die branchenübergreifend die gesamte Lebensmittelbranche tangieren.
Anlässlich des 50-jährigen Wifö-Jubiläums 2007 erfolgte eine umfangreiche Bestandsaufnahme der solidarischen Gemeinschaftsforschung für die Brauindustrie. Die langjährigen Wegbegleiter und Mitstreiter der Wissenschaftsförderung Dr. Horst-Gevert Bellmer und Prof. Reinhold Schildbach stellten in drei Beiträgen für die BRAUWELT eine Übersicht der Leistungen aus 50 Jahren Forschung für die deutsche Brauindustrie zusammen.
Bellmer, H.-G., Grundlagen der solidarischen Gemeinschaftsforschung, Brauwelt, Nr.17, 424-426, 2007
Schildbach, R., Erfolgreiche Förderarbeit für die Rohstoffe der Brauwirtschaft, Brauwelt, Nr.17, 428-430, 2007
Bellmer, H.-G., Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis. Brauwelt, Nr.17, 432-435, 2007
Im Februar 2007 trafen sich Mitglieder des Präsidiums und des Beirates der Wifö in München mit Vertretern von geförderten Instituten zu einem Fazit und einem Ausblick über die zukünftige Ausrichtung der brauwissenschaftlichen Forschung.
Quo vadis, Wifö?, Brauwelt, Nr.17, 436-438, 2007
Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkte
Derzeit betreut die Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft etwa 50 Forschungsprojekte. Die Schwerpunkte reichen von Rohstoffthemen über technologische Fragestellungen, solche des Qualitätsmanagements und des Recyclings bis hin zur Prozessautomation. Relativ neu ist der Forschungsbereich "Bier und Gesundheit", in dem die gesundheitlichen Vorteile eines maßvollen Biergenusses wissenschaftlich betrachtet werden sollen.
Herauszustellen ist hierbei, dass bei der Vergabe von Forschungsvorhaben in den Gremien auf die Praxisrelevanz der Ergebnisse besonderen Wert gelegt wird. Die Wifö unterscheidet nach Dauer und Umfang drei verschiedene Projekttypen:
1. Regelforschungsvorhaben (R), die über wenige Monate hinweg ein fest abgestecktes Thema beleuchten,
2. Basisforschungsvorhaben (B), die über zwei bis drei Jahre einen größeren und komplexen Themenkreis analysieren, sowie
3. AiF-Forschungsvorhaben (AiF). Hier werden in größerem Umfang vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) "Otto von Guericke e.V" Projekte der industriellen Gemeinschaftsforschung mit Schwerpunkt der Innovationsförderung für kleinere und mittlere Betriebe getragen.
| Diese Seiten werden betreut durch Dr. Erika Hinzmann |
02.01.2008