Geschichte

Carl-Friedrich Henrich

Die Wurzeln der Henrich-Funke-Pschorr-Stiftung gehen auf das Jahr 1900 zurück. Aus Anlass seines 25-jährigen Jubiläums als Vorsitzender des Deutschen Brauer-Bundes und in Anerkennung seiner erworbenen Verdienste erhielt der Kommerzienrat Carl-Friedrich Henrich vom Deutschen Brauer-Bund 130.000 Mark Kapital als Ehrengabe zur Gründung der „Henrich Stiftung“. Das von Vertretern des deutschen Brauereigewerbes aufgebrachte Kapital diente zunächst dem Zweck „der Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, welche dem deutschen Brauerei- und Mälzereigewerbe angehören, sowie den Familienangehörigen solcher Personen“.

Am 18. März 1901 erteilte seine königliche Majestät Wilhelm II. der Gründung der „Henrich Stiftung“ mit Sitz in Frankfurt am Main die Genehmigung.

Die Verwaltung der Stiftung lag bis 1947 bei der Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft in Berlin. Nach Auflösung der Berufsgenossenschaft fiel die Verwaltung der Stiftung satzungsgemäß 1949 an den Deutschen Brauer-Bund. Die Stiftung war durch zwei Geldentwertungen zu diesem Zeitpunkt fast auf dem Nullpunkt angekommen – das Vermögen der Stiftung betrug lediglich noch 1.035 DM.

Um die Stiftung wieder zu beleben, erfolgte im Jahr 1953 eine Neuausrichtung der Stiftung, die gleichzeitig mit einer Namensänderung einherging. Um weitere hochverdiente Vertreter des Braugewerbes zu ehren und zur Aufrechterhaltung des Andenkens an

Kommerzienrat Karl Friedrich Henrich

Generaldirektor Rudolf Funke

Geheimrat August Pschorr

erfolgte die Umbenennung in „Henrich-Funke-Pschorr-Stiftung“. Der Stiftungszweck wurde dahingehend erweitert, dass „insbesondere Vertriebene und Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten und der Ostzone" Hilfe erhalten sollten.

Karl Friedrich Henrich
Rudolf Funke
August Pschorr

 

Nach Spendenaufrufen in der Fachpresse sowie durch Sonderrundschreiben und persönliche Schreiben an einzelne Brauereien durch den Deutschen Brauer-Bund, konnte das Stiftungskapital wieder aufgestockt und der Stiftungszweck wieder erfüllt werden.

Stiftungsgesuche von Bedürftigen wurden im Laufe der Jahre immer seltener, so dass der Stiftungszweck in Ermangelung bedürftiger Personen zunehmend nicht mehr erfüllt werden konnte. Im Jahr 2004 wurde daher eine erneute Änderung des Stiftungszwecks erforderlich. Die Stiftung hat seither den Auftrag, die deutsche Brauwissenschaft zu fördern, indem alle 2 Jahre ein Forschungspreis an junge Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Brauwissenschaften vergeben wird.



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